| Marcus Kehr | 05.10.2008 16:56 Uhr |
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| Hallo Leute, gestern fand der vorletzte Lauf zur diesjährigen Deutschen Enduro-Meisterschaft in Tucheim statt. Diese Veranstaltung wurde erst nach dem Wegfall der Rennen in Bad Windsheim und Burg in den DEM-Kalender aufgenommen. Ich persönlich bin hier noch nicht gefahren. Allerdings war ich von der Streckenführung und den Sonderprüfungen positiv überrascht. Es hat mir wirklich gefallen und es hat Laune gemacht hier zu fahren. Beide Prüfungen waren gut und abwechslungsreich gesteckt, auch wenn diese nach meinem Geschmack ruhig etwas länger hätten sein können. Vielleicht könnte man für die Zukunft die Tests noch etwas in den Wälder ausweiten, das wäre dann schon eine sehr feine Sache! Zu absolvieren waren vier Runden und Start erst um 9.00 Uhr. Das hatte schon fast WEC-Charakter... Der Tag begann für mich recht ordentlich. Ich konnte auf der ersten Prüfung gleich die absolute Bestzeit fahren. Allerdings ging Prüfung Nr. 2 doch etwas in die Hose. Gleich in der dritten, vierten Kurve nach dem Start lag ich auf der Nase. Und ehe die Prüfung vorbei war, rutschte ich erneut über das Vorderrad weg und lag zum zweiten Mal im Sand. Das gleiche Missgeschick nur wenig später? Das hat mich natürlich mächtig gewurmt! Wahrscheinlich bin ich diese Prüfung doch zu locker oder zu unkonzentriert angegangen. Ich kann mir es nicht so recht erklären... Auf Vorsicht bedacht, dass so etwas nicht wieder passiert, meisterte ich glücklicherweise die folgenden Prüfungen alle fehlerfrei und ohne weiteren Sturz. So konnte ich am Ende des Tages die Klasse mit über 1.10 Minute vor Stefan Hau gewinnen. Auch im Championat reichte es mit über 18 Sekunden Vorsprung auf Marco Straubel zum Sieg. ![]() Somit ist es nun amtlich, ich konnte vorzeitg meine Meistertitel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen! Im Ziel wurde ich mit einer Sektdusche von unserem Mechaniker Mike Wronna empfangen. Meine Familie, meine Teamchef und alle Leute aus dem BvZ-Team, Fahrerkollegen und Fans waren gleich zur Stelle, um zu gratulieren. Der Wahnsinn!!! ![]() Ich bin ehrlich gesagt überglücklich, das ich alles schon vorzeitig klar machen konnte. So kann ich das Finale "Rund um Zschopau" viel gelassener angehen. Natürlich stärkt mir das Ergebnis auch den Rücken, für das anstehende WEC-Finale nächstes Wochenende in Mende/Frankreich. Ich hoffe, das ich dort zum Abschluss noch einmal ein TOP-Ergebnis herausfahren kann. Bevor es aber am Dienstag dahin geht, werde ich noch einen kurzen Abstecher auf die Intermot nach Köln machen. Es wird also wieder eine ereignisreiche Woche werden... Bis bald in alter Frische Euer Marcus |
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| Marcus Kehr | 30.09.2008 12:12 Uhr |
| Hallo Leute, gestern bin ich aus Italien von der vorletzten Runde der WEC eingetroffen und ich kann Euch sagen, es lief für mich überhaupt nicht wie gewünscht. Aber der Reihe nach… Wie schon berichtet, sind wir direkt vom DEM-Lauf in Dachsbach nach Italien gefahren. Doch irgendwie habe ich mir in dieser Woche eine Erkältung eingehandelt. Als wir in Piediluco eintrafen und ich mir die ersten Eindrücke von der Strecke und den Prüfungen geholt hatte, war mir schon klar, dass es doch wieder eine kapitale Geländefahrt werden sollte. Der Enduro-Test war mit 14 Minuten extrem lang. Es ging durch den Wald, teilweise auf Wegen mit enormen Geschwindigkeiten. Der Cross-Test war mit zehn Minuten nur unwesentlich kürzer… Als es am Samstag nun endlich zur Sache hätte gehen sollen, war es mir überhaupt nicht nach Motorradfahren. Die Grippe hatte mich nun voll gepackt und ich hätte mich lieber im Wohnwagen verkrochen, als mit meiner 300er durchs Gelände zu jagen. Aber es nützte ja nichts. Der erste Tag lief von Anfang an bescheiden. Ich hatte einfach keine Kraft. Dementsprechend waren auch meine Zeiten. Nach dem Extrem- und Cross-Test ging es auf eine knapp 60 Minuten dauernde Etappe, über Steine, Geröll und Wurzeln. Anschließend gab jedoch keine Zeit zum Verschnaufen. Die folgende Etappe war extrem knapp bezeitet. Dort ging es um die 20 Minuten Vollgas durch Wald und Felsen. Ich hatte das Glück, mich an Stefan Merriman ranzuhängen, sonst wäre es für mich schwer geworden. An der ZK angekommen hatte man gerade noch eine Minute Zeit. Dann ging es gleich in den Enduro-Test. Der war wie auf die Italiener und die Fahrer, die in der Italienischen Meisterschaft fahren zugeschnitten. Kein Wunder, wurden hier doch schon öfter nationale Läufe ausgetragen. Was ich in den anderen Prüfungen herausgefahren hatte, habe ich hier wieder eingebüßt. Es ging wirklich mit Highspeed durch den Wald. Noch schneller wäre dort der blanke Wahnsinn gewesen. Nach dem ersten Tag war ich fix und fertig. Mir lief die Rotze ohne Ende, ich hatte die Schnauze voll. Trotz ohne Sturz war es nur der, für mich eher enttäuschende, zehnte Rang. Am zweiten Tag ließ es sich schon besser an. Ich konnte sogar im Cross-Test eine Klassenbestzeit fahren. Aber wie schon erwähnt, im Enduro-Test war der Vorsprung wieder dahin. Immer wenn ich aus dieser Prüfung kam, dachte ich: Super Zeiten im Vergleich zur E1 und E2. Und dann kamen Botturi und Co. Und ich rutschte immer weiter zurück. Im letzten Extrem-Test hatte ich meinen einzigen Sturz des Wochenendes. Aber nicht an der berüchtigten Felskante mit zwei Stufen, wo sich selbst Weltklasse-Fahrer ziemlich schwer taten, sondern in einer einfachen Kurve. Ich bin gegen einen Stein gefahren, da schnappte der Gang raus und ich fiel um. Das kostete mich den achten Tagesrang. So musste ich doch noch Xavier Galindo um 0,60 Sekunden den Vortritt lassen. Am Ende Rang neun und 19. des gesamten Fahrerfeldes. Das macht deutlich, wie leistungsstark die E3 ist… Da Merriman zwei überlegene Siege einfuhr, bin ich in der Gesamtwertung auf den sechsten Rang zurückgerutscht. Allerdings habe ich noch 25 Punkte Vorsprung auf Björne Carlsson, der im Moment Siebter ist. Nun gilt es, meine Grippe vollständig auszukurieren, damit ich am Wochenende in Tuchheim wieder fit bin. Bis dahin in alter Frische Euer Marcus |
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| Marcus Kehr | 22.09.2008 09:51 Uhr |
| Hallo Leute, hier nun schnell ein paar Zeilen zum sechsten DEM-Lauf im fränkischen Dachsbach, bevor wir heute vormittag, gleich von hier aus nach Italien weiterreisen. Also, mir hat die gestrige Veranstaltung gut gefallen. Nicht nur, weil das Ergebnis für mich so gut ausgefallen ist, nein, auch die Strecke war in Ordnung. Dieses Jahr gab es neue Gelände-Abschnitte. Damit ist auch sofort ein neuer Anreiz da und das Endurofahren macht wieder richtig Spaß! Dazu kamen acht zu fahrende Prüfungen über den gesamten Tag, mit einer Fahrzeit für mich, von etwas mehr als 32 Minuten. Das ist für deutsche Verhältnisse okay. Meine Klasse konnte ich erneut vor Stefan Geyer und Eddi Hübner gewinnen. Und auch in der Championatswertung konnte ich erfolgreich zurückschlagen. Am Ende hatte ich satte 40 Sekunden Vorsprung auf meinen Teamkollegen Marco Straubel. Ich hoffe, ich kann den Schwung ins nächste Wochenende retten, da die vorletzte Runde zur WEC in Piediluco/Italien ansteht. Ich erwarte dort wieder extreme Trockenheit und Millionen von kleinen und großen Steinen. Mal sehen wie alles wird... Zum Schluss noch etwas weniger erfreuliches: Mein guter Freund und Fahrerkollege Patrick Heß, hatte gestern im Test einen bösen Zusammenstoß mit einem Holzpfahl. Ergebnis: gebrochenes Schien- & Wadenbein! Ich wünsche ihm hier an dieser Stelle GUTE BESSERUNG und eine möglichst schnelle Genesung! Bis bald in alter Frische Euer Marcus ![]() |
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| Marcus Kehr | 16.09.2008 17:12 Uhr |
| Hallo Leute, am vergangenen Samstag fand nun die DEM ihre Fortsetzung im süd-thüringischen Neuhaus-Schierschnitz. Erstmalig wurde dort im Rahmen der 15. BERU East-Enduro-Challenge ein DEM-Lauf ausgetragen. Und der war im Gegensatz zu den staubigen und trockenen Verhältnissen letzte Woche bei den Six Days, das komplette Kontrastprogramm. Am Vortag schüttete es noch wie aus Kübeln, so dass die ohnehin schon tiefen Schlammlöcher noch ein wenig tiefer wurden. Trotz dieser Umstände lief es ziemlich gut für mich. Am Ende konnte ich die Klasse E2 erneut mit 23 Sekunden Vorsprung gewinnen. Im Championat reichte es an diesem Tag "nur" zu Rang zwei mit knapp fünf Sekunden Rückstand auf Marco Straubel, der an diesem Tag wirklich richtig stark gefahren ist. Hut ab! Allerdings spielte ihm der Beschleunigungstest in die Karten, der mir zugegebener Weise überhaupt nicht schmeckte! Aber damit muss man leben... Ansonsten war die Veranstaltung in Ordnung, auch wenn ich die im Vorfeld so hoch angepriesenen Hindernisse mit Extrem-Test-Charakter in den Prüfungen doch etwas vermisst habe. Am Sonntag war ich bei der MX3 bzw. EMX2 in Jauer zu Gast. Das war schon großer Sport, was man da erleben konnte. Zudem war ich ganz froh, einmal nicht fahren zu müssen und einfach nur Zuschauer zu sein. Dafür geht es in den nächsten Wochen Schlag auf Schlag: Kommenden Sonntag DEM-Runde sechs in Dachsbach, eine Woche später der WEC-Lauf in Italien, dann der DEM-Lauf in Tuchheim, ehe wiederum eine Woche später im Oktober das große WEC-Finale in Mende/Frankreich über die Bühne geht. Ich hoffe, es läuft auch weiterhin so gut wie in der bisherigen Saison. Bis dahin in alter Frische Euer Marcus ![]() |
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| Marcus Kehr | 09.09.2008 19:22 Uhr |
| Hallo Leute, seit gestern Abend bin ich nun wieder zu Hause und endlich finde ich ein wenig Zeit, um Euch von der letzten Etappe der Six Days, dem Abschluss-Cross zu berichten. Gestartet wurde auf Asphalt, was schon etwas ungewöhnlich war. Leider war mein Start nicht so ganz optimal, wie ich es mir eigentlich gewünscht hätte. Hinzu kam, dass mich die Ampel etwas irritiert hatte. Alle Lichter gingen mit einmal an und wieder aus. Ich hätte eher damit gerechnet, dass es der Reihe nach geht, wie bei der MotoGP. Aber egal. auf der Strecke ging es ziemlich rund, wobei sich das Feld auf diesem Kurs schon ein wenig auseinander zog und es so kaum Positionskämpfe gab. Ich hatte jedoch einen schönen Fight mit Michal Kadlecek. Der Tscheche, mit langjähriger MX-WM-Erfahrung, hatte am Ende leider die Nase knapp vorn. So schloss ich die Six Days mit dem zehnten Tagesrang ab. In der E3-Einzelwertung blieb ich auf Rang sieben. Mit der Trophy reichte es dieses Jahr zu Platz acht, womit wir zufrieden sein können. Froh bin ich auch, dass ich alles ohne großere Verletzungen überstanden habe und gesund wieder nach Hause gekommen bin, was leider nicht bei allen der Fall war. Am kommenden Samstag geht es schon wieder weiter. In Sonneberg bzw. Neuhaus-Schierschnitz wird die BERU EAST-Challenge ausgetragen. Dieses Event ist gleichzeitig der fünfte Lauf zur DEM. Ich bin schon gespannt... Bis dahin in alter Frische Euer Marcus |
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